Das Wichtigste in Kürze
- Plancraft ist ideal für kleine Betriebe und Einsteiger – ab 39 Euro/Monat mit intuitiver Bedienung
- HERO bietet die stärkste SHK-Integration unter den modernen Cloud-Lösungen ab 49 Euro/Monat
- openHandwerk punktet mit offenen Schnittstellen und transparenten Preisen ab 29 Euro pro Nutzer
- Craftview und Streit V.1 liefern den vollen ERP-Funktionsumfang für größere Betriebe ab 15 Mitarbeitern
- Cloud-Software ist 2026 für die meisten Handwerksbetriebe die bessere Wahl als lokale Installation
- Branchenspezifische Software lohnt sich für SHK und Elektro – universelle Tools reichen für Maler, Fliesenleger und GaLaBau
- Jede Software sollte DATEV-Export bieten und eine gute mobile App für die Baustelle haben
Warum Handwerksbetriebe Software brauchen
Zwischen Kundentelefonaten, Baustellenterminen und Papierkram geht jeden Tag wertvolle Zeit verloren. Laut einer Studie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks verbringen Handwerksunternehmer im Schnitt 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben. Das sind bei einer 50-Stunden-Woche 15 Stunden, die nicht auf der Baustelle verbracht werden – und damit kein Geld verdienen.
Ob Elektrobetrieb in Berlin, SHK-Fachbetrieb in München oder Malerbetrieb in Hamburg – die richtige Software kann den Unterschied machen zwischen einem Betrieb, der im Chaos versinkt, und einem, der effizient und profitabel arbeitet. In diesem Artikel vergleichen wir die besten Handwerker-Softwarelösungen 2026 in allen relevanten Kategorien: von Auftragsmanagement über Buchhaltung bis zur Terminplanung.
Software-Kategorien für Handwerksbetriebe
Bevor du dich für ein Tool entscheidest, musst du verstehen, welche Kategorien es gibt und was du wirklich brauchst. Nicht jeder Betrieb braucht alles – aber jeder braucht mindestens ein System.
1. Auftragsmanagement und Handwerkersoftware (All-in-One)
Die Kernkategorie: Von der Anfrage über das Angebot, die Auftragsbestätigung, die Zeiterfassung bis zur Rechnung. All-in-One-Lösungen decken den gesamten Workflow ab.
2. Buchhaltung und Rechnungswesen
Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Umsatzsteuervoranmeldung, Zusammenarbeit mit dem Steuerberater – Buchhaltungssoftware ist für jeden Betrieb Pflicht. Manche All-in-One-Tools integrieren die Buchhaltung, andere übergeben an Spezialsoftware wie DATEV oder lexoffice.
3. Zeiterfassung
Seit dem EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung und dem Beschluss des BAG müssen Arbeitgeber die Arbeitszeiten systematisch erfassen. Für Handwerksbetriebe mit wechselnden Baustellen braucht das eine mobile Lösung.
4. Projektmanagement und Baudokumentation
Für größere Betriebe und Bauprojekte: Bautagebuch, digitales Aufmaß, Mängelmanagement und Projektübersicht.
5. CRM (Customer Relationship Management)
Kundendaten pflegen, Anfragen nachverfolgen, Angebote nachfassen, Stammkunden betreuen – ein CRM hilft, keine Anfrage zu vergessen und Stammkunden zu binden.
Der große Vergleich: Die 7 besten Handwerker-Softwarelösungen
Wir haben die relevantesten Softwarelösungen für Handwerksbetriebe verglichen – nach Funktionsumfang, Preis, Bedienbarkeit und Zielgruppe.
1. HERO Software
HERO ist eine der bekanntesten Handwerkersoftware-Lösungen in Deutschland und wurde speziell für Handwerksbetriebe entwickelt. Der Anbieter aus Hannover hat sich besonders im SHK- und Elektrobereich einen Namen gemacht.
Funktionsumfang:
- Auftragsmanagement von der Anfrage bis zur Rechnung
- Digitale Angebote und Auftragsbestätigungen
- Zeiterfassung mit mobiler App
- Projektplanung mit Kalenderansicht
- Integrierte Artikeldatenbank (SHK-Kataloge)
- Kundenverwaltung (CRM-Grundfunktionen)
- DATEV-Schnittstelle für den Steuerberater
Preis: Ab ca. 49 €/Monat (Basispaket), höhere Pakete ab 99 €/Monat mit mehr Funktionen und Nutzern.
Vorteile: Moderne Oberfläche, gute mobile App, starke SHK-Integration, DATEV-Export, aktive Weiterentwicklung.
Nachteile: Für sehr kleine Betriebe (1–2 Personen) eventuell zu umfangreich, Preis steigt mit Nutzeranzahl.
Geeignet für: SHK-Betriebe, Elektrobetriebe, mittlere Betriebe mit 3–30 Mitarbeitern.
2. Plancraft
Plancraft aus Hamburg positioniert sich als die moderne, schlanke Handwerkersoftware für junge Betriebe und digital affine Meister. Die Software ist cloud-basiert und legt besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit.
Funktionsumfang:
- Angebote, Aufträge und Rechnungen erstellen
- Kalkulation mit Leistungskatalog
- Zeiterfassung
- Projektübersicht und Baustellenplaner
- Kundenverwaltung
- GAEB-Import (für öffentliche Ausschreibungen)
- Schnittstellen zu DATEV, lexoffice
Preis: Ab ca. 39 €/Monat (Starter), ab ca. 69 €/Monat (Professional) mit allen Funktionen.
Vorteile: Sehr intuitiv, schneller Einstieg (15 Minuten bis zum ersten Angebot), modernes Design, guter Kundensupport, günstig für Einsteiger.
Nachteile: Weniger tiefe Branchenintegration als ältere Lösungen, Buchhaltung nur über Schnittstellen, keine eigene Artikeldatenbank für SHK.
Geeignet für: Kleine bis mittlere Betriebe aller Gewerke, besonders Dachdecker, Maler, Tischler, Fliesenleger.
3. openHandwerk
openHandwerk ist eine cloud-basierte Handwerkersoftware, die sich durch ein transparentes Preismodell und umfangreiche Funktionen auszeichnet. Der Anbieter setzt auf maximale Offenheit bei Schnittstellen.
Funktionsumfang:
- Komplettes Auftragsmanagement
- Angebote, Auftragsbestätigungen, Rechnungen
- Digitales Aufmaß
- Zeiterfassung und Baustellenplanung
- Nachunternehmerverwaltung
- GAEB-Import/Export
- Umfangreiche API für individuelle Integrationen
Preis: Ab ca. 29 €/Monat pro Nutzer.
Vorteile: Offene Schnittstellen (API), gute Integration mit Dritttools, transparente Preise, keine versteckten Kosten, gewerkübergreifend einsetzbar.
Nachteile: Oberfläche weniger modern als Plancraft oder HERO, Einrichtung erfordert etwas mehr Zeit, Support manchmal langsam.
Geeignet für: Mittlere Betriebe, die auf offene Schnittstellen und Flexibilität Wert legen.
4. Craftview (ehemals Moser)
Craftview ist eine der traditionsreichsten Handwerkersoftware-Lösungen im deutschsprachigen Raum. Die Software hat jahrzehntelange Erfahrung und wird besonders von größeren Betrieben geschätzt.
Funktionsumfang:
- ERP-System mit vollständigem Auftragsmanagement
- Materialwirtschaft und Lagerverwaltung
- Kalkulation mit Branchenkatalogen
- Finanzbuchhaltung integriert
- Lohnbuchhaltung
- Projektcontrolling mit Soll-Ist-Vergleich
- CRM und Vertriebssteuerung
Preis: Auf Anfrage – typischerweise ab 100 €/Monat, je nach Modulen und Nutzeranzahl.
Vorteile: Extrem umfangreicher Funktionsumfang, integrierte Buchhaltung und Lohn, jahrelang bewährt, tiefe Branchenintegration (SHK, Elektro, Metallbau).
Nachteile: Höherer Preis, längere Einarbeitungszeit, Oberfläche wirkt im Vergleich zu Cloud-Lösungen weniger modern, teilweise noch On-Premise.
Geeignet für: Größere Betriebe ab 15–20 Mitarbeitern, die ein vollständiges ERP-System brauchen.
5. Streit V.1
Streit V.1 aus Ludwigsburg ist eine bewährte Branchensoftware mit Fokus auf SHK, Elektro und Metallbau. Die Software wird seit Jahrzehnten entwickelt und hat eine treue Nutzerbasis.
Funktionsumfang:
- Auftragsmanagement und Kalkulation
- Branchenspezifische Artikeldatenbanken
- Automatische Materialermittlung aus Zeichnungen
- Aufmaß und Abrechnung nach VOB
- Projektcontrolling
- Schnittstellen zu CAD-Systemen und DATEV
Preis: Auf Anfrage – in der Regel Lizenzmodell mit einmaligen Kosten plus jährliche Wartung. Auch Cloud-Variante verfügbar.
Vorteile: Tiefste SHK-Integration am Markt, automatische Materialermittlung, bewährte Kalkulation, starker technischer Support.
Nachteile: Hohe Anfangsinvestition (Lizenzmodell), komplexe Einrichtung, weniger intuitiv als moderne Cloud-Tools.
Geeignet für: SHK-Betriebe und Elektrobetriebe ab 5 Mitarbeitern, die tiefe Branchenfunktionen brauchen.
6. Taifun Software
Taifun aus Schwäbisch Hall ist eine Handwerkersoftware mit Fokus auf Auftragsbearbeitung und Angebotswesen. Besonders beliebt bei Zimmereibetrieben, Dachdeckern und im Baunebengewerbe.
Funktionsumfang:
- Angebote, Aufträge, Rechnungen
- Kalkulation und Nachkalkulation
- Zeiterfassung und Stundenzettel
- Kundenverwaltung und Objektverwaltung
- Mahn- und Zahlungswesen
- GAEB-Schnittstelle
- DATEV-Export
Preis: Ab ca. 30 €/Monat (Cloud) bzw. einmalige Lizenzkosten ab ca. 1.500 € plus Wartung.
Vorteile: Solide Auftragsbearbeitung, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, jahrelang bewährt, hybrides Modell (Cloud + lokal) möglich.
Nachteile: Oberfläche nicht mehr ganz zeitgemäß, mobile App mit Einschränkungen, weniger Integrationen als neuere Lösungen.
Geeignet für: Kleine bis mittlere Betriebe aller Gewerke, besonders im Baunebengewerbe.
7. Label Software
Label Software ist eine SHK-Branchensoftware mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die sich auf die Bedürfnisse von Sanitär-, Heizungs- und Klimabetrieben spezialisiert hat.
Funktionsumfang:
- Auftragsmanagement mit SHK-Fokus
- Integrierte Branchenkataloge und Großhändleranbindung
- Angebot und Kalkulation mit automatischer Materialermittlung
- Wartungsvertragsverwaltung
- Zeiterfassung
- DATEV-Schnittstelle
Preis: Auf Anfrage – typischerweise Lizenzmodell.
Vorteile: Speziell für SHK entwickelt, Großhändleranbindung für schnelle Materialbestellung, Wartungsvertragsverwaltung.
Nachteile: Nur für SHK-Betriebe sinnvoll, weniger modern als Cloud-First-Lösungen, eingeschränkte mobile Nutzung.
Geeignet für: SHK-Betriebe jeder Größe, die eine branchenspezifische Lösung suchen.
Vergleichstabelle: Alle Tools auf einen Blick
| Software | Preis (ab) | Cloud | Mobile App | Buchhaltung | Zeiterfassung | Branchenfokus | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HERO | 49 €/Monat | Ja | Ja, gut | DATEV-Export | Ja | SHK, Elektro | 3–30 MA |
| Plancraft | 39 €/Monat | Ja | Ja, sehr gut | Schnittstelle | Ja | Alle Gewerke | 1–20 MA |
| openHandwerk | 29 €/Nutzer | Ja | Ja | Schnittstelle | Ja | Alle Gewerke | 3–50 MA |
| Craftview | 100 €/Monat | Ja/On-Prem | Ja | Integriert | Ja | SHK, Elektro, Metall | 15–200 MA |
| Streit V.1 | Auf Anfrage | Ja/Lokal | Eingeschränkt | DATEV-Export | Ja | SHK, Elektro | 5–100 MA |
| Taifun | 30 €/Monat | Ja/Lokal | Eingeschränkt | DATEV-Export | Ja | Baunebengewerbe | 1–30 MA |
| Label | Auf Anfrage | Ja/Lokal | Eingeschränkt | DATEV-Export | Ja | SHK | 3–50 MA |
Cloud vs. Lokal: Was ist besser für Handwerker?
Eine der grundlegenden Entscheidungen bei der Softwarewahl: Soll die Software in der Cloud laufen oder lokal auf deinem Rechner installiert werden?
Cloud-Software (SaaS)
- Vorteile: Zugriff von überall (Baustelle, Büro, unterwegs), automatische Updates, keine eigene IT-Infrastruktur nötig, kalkulierbare monatliche Kosten, automatische Backups
- Nachteile: Abhängigkeit vom Internet, monatliche laufende Kosten, Daten liegen beim Anbieter
- Beispiele: Plancraft, HERO, openHandwerk
Lokale Installation (On-Premise)
- Vorteile: Volle Kontrolle über die Daten, funktioniert ohne Internet, einmalige Lizenzkosten (langfristig günstiger)
- Nachteile: Updates müssen manuell installiert werden, Zugriff nur vom Büro-PC, eigene Datensicherung nötig, hohe Anfangsinvestition
- Beispiele: Streit V.1 (Lizenz), Taifun (Lizenz), Label
Hybrid-Modell
Viele Anbieter bieten inzwischen beides an: Die Software läuft lokal, synchronisiert aber über die Cloud. So hast du die Vorteile beider Welten. Craftview und Taifun bieten solche Hybrid-Lösungen an.
Empfehlung: Für die meisten Handwerksbetriebe ist Cloud-Software 2026 die bessere Wahl. Die Vorteile des ortsunabhängigen Zugriffs und der automatischen Updates überwiegen die Nachteile. Besonders wenn du auf der Baustelle Aufmaße erfassen oder Zeiten stempeln willst, brauchst du eine Cloud-Lösung mit guter mobiler App.
Branchenspezifisch vs. Universal: Was passt zu deinem Gewerk?
Manche Software ist für alle Gewerke geeignet, andere wurde gezielt für bestimmte Branchen entwickelt. Hier die Unterschiede:
| Kriterium | Branchenspezifisch | Universal |
|---|---|---|
| Artikeldatenbanken | SHK-Kataloge, Elektro-Kataloge integriert | Eigene Artikel anlegen |
| Materialermittlung | Automatisch aus Zeichnung/Plan | Manuell |
| Kalkulation | Branchenspezifische Kalkulationslogik | Allgemeine Kalkulation |
| Großhändleranbindung | Direkte Bestellung beim SHK-Großhandel | Keine oder nur über Schnittstellen |
| Flexibilität | Stark auf eine Branche zugeschnitten | Für alle Gewerke einsetzbar |
| Preis | Oft höher | Oft günstiger |
| Einarbeitungszeit | Länger (mehr Funktionen) | Kürzer (einfacher) |
Faustregeln:
- Bist du SHK-Betrieb oder Elektrobetrieb mit komplexen Kalkulationen und Großhandelsanbindung? Dann lohnt sich branchenspezifische Software wie Streit V.1, HERO oder Label.
- Bist du Maler, Fliesenleger, GaLaBau-Betrieb, Stuckateur oder ein anderes Gewerk ohne spezielle Katalog-Anforderungen? Dann reicht eine universelle Lösung wie Plancraft, openHandwerk oder Taifun.
Auswahlkriterien: So findest du die richtige Software
Die Auswahl einer Handwerkersoftware ist eine Entscheidung, die dich Jahre begleitet. Nimm dir Zeit und prüfe folgende Kriterien:
1. Betriebsgröße und Nutzeranzahl
Ein Ein-Mann-Betrieb braucht keine Enterprise-Lösung. Aber auch ein wachsender Betrieb sollte Software wählen, die mitwächst. Prüfe die Preisstaffelung: Was kostet die Software bei 5, 10 oder 20 Nutzern?
2. Tatsächlich genutzte Funktionen
Die teuerste Software nützt nichts, wenn du nur 20 Prozent der Funktionen nutzt. Erstelle eine Liste deiner tatsächlichen Anforderungen und priorisiere: Was ist Pflicht, was ist Kür?
3. Mobile Nutzung
Funktioniert die App auf der Baustelle? Ist sie offline-fähig? Können Mitarbeiter Zeiten stempeln und Fotos zuordnen? Für Handwerker, die 80 Prozent ihrer Zeit unterwegs sind, ist die mobile App entscheidend.
4. Integration mit anderen Tools
Deine Software muss mit anderen Tools zusammenarbeiten:
- Steuerberater: DATEV-Export ist Pflicht
- Buchhaltung: Schnittstelle zu lexoffice, sevDesk oder integrierte Buchhaltung
- Kalender: Synchronisation mit Google Calendar oder Outlook
- Kommunikation: Integration mit E-Mail, WhatsApp Business oder Telefonservice
5. Datenschutz und Serverstandort
Wo werden deine Daten gespeichert? Für DSGVO-Konformität sollten die Server in Deutschland oder der EU stehen. Prüfe auch, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) verfügbar ist.
6. Support und Onboarding
Wie gut ist der Kundensupport? Gibt es ein kostenloses Onboarding? Video-Tutorials? Telefonischen Support? Gerade bei der Einführung ist guter Support Gold wert – sonst scheitert die Umsetzung am Frust der Mitarbeiter.
7. Testphase nutzen
Alle seriösen Anbieter bieten eine kostenlose Testphase von 14–30 Tagen. Nutze sie! Teste die Software mit einem echten Projekt, nicht nur mit Demodaten. Lass auch deine Mitarbeiter testen – sie müssen damit arbeiten, nicht du allein.
Ergänzende Spezialsoftware für Handwerksbetriebe
Neben der Kernsoftware gibt es Spezialtools, die bestimmte Aufgaben besser lösen als jede All-in-One-Lösung:
| Kategorie | Tool-Beispiele | Preis (ab) | Wofür geeignet |
|---|---|---|---|
| Buchhaltung | lexoffice, sevDesk, FastBill | 7–30 €/Monat | Rechnungen, UStVA, Belege |
| Zeiterfassung | Clockodo, ZEP, Papershift | 5–10 €/Nutzer | Arbeitszeitdokumentation, Stundenzettel |
| Baudokumentation | Capmo, PlanRadar, BauDoc | 15–39 €/Monat | Bautagebuch, Mängel, Aufmaß |
| Terminplanung | Calendly, Shore, meetergo | 0–30 €/Monat | Online-Terminbuchung für Kunden |
| CRM | HubSpot (Free), Pipedrive | 0–25 €/Monat | Kundenbeziehungspflege, Lead-Tracking |
| Kommunikation | Agentino | 59 €/Monat | KI-Telefonassistent für Anrufannahme und Terminierung |
Die Kombination aus einer guten Kernsoftware und gezielten Spezialtools ergibt ein leistungsfähiges digitales System. Wichtig ist, dass die Tools miteinander kommunizieren – über Schnittstellen, API oder Zapier-Integrationen.
Typische Software-Setups nach Betriebsgröße
Je nach Größe deines Betriebs sieht das ideale Setup anders aus:
Solo-Handwerker (1 Person)
- Kernsoftware: Plancraft (Starter) oder Taifun (Basis) – für Angebote, Rechnungen und Stundensatzkalkulation
- Buchhaltung: lexoffice oder direkt über den Steuerberater
- Kosten: ca. 50–80 €/Monat gesamt
Kleiner Betrieb (2–5 Mitarbeiter)
- Kernsoftware: Plancraft (Professional), HERO (Basis) oder openHandwerk
- Zeiterfassung: In der Kernsoftware integriert
- Buchhaltung: DATEV-Export an den Steuerberater
- Kosten: ca. 80–150 €/Monat gesamt
Mittlerer Betrieb (6–20 Mitarbeiter)
- Kernsoftware: HERO, Streit V.1 oder openHandwerk
- Baudokumentation: Capmo oder PlanRadar für größere Projekte
- Buchhaltung: DATEV oder integrierte Lösung
- Kosten: ca. 200–500 €/Monat gesamt
Großer Betrieb (20+ Mitarbeiter)
- Kernsoftware: Craftview als ERP-System
- Baudokumentation: PlanRadar oder Dalux
- Buchhaltung: Integriert in Craftview oder separate DATEV-Lösung
- Kosten: ca. 500–2.000 €/Monat gesamt
Integration mit Kommunikationstools: Das fehlende Puzzleteil
Die beste Software nützt nichts, wenn der Kunde niemanden erreicht. Laut Studien gehen über 30 Prozent der Anrufe bei Handwerksbetrieben ins Leere – weil der Chef auf der Baustelle ist und niemand ans Telefon geht.
Die modernste Handwerkersoftware kann keine Anrufe entgegennehmen. Hier schließt sich der Kreis: Während deine Software Angebote, Aufträge und Rechnungen verwaltet, braucht es ein Tool, das den Erstkontakt mit dem Kunden professionell abwickelt. Ein Telefonservice oder KI-Telefonassistent ergänzt deine Handwerkersoftware genau dort, wo sie aufhört: beim eingehenden Kundenkontakt.
5 Fehler bei der Software-Einführung – und wie du sie vermeidest
Die Einführung neuer Software scheitert oft nicht an der Technik, sondern an der Umsetzung:
- Alles auf einmal einführen: Starte mit einem Modul (z. B. Angebote und Rechnungen) und erweitere schrittweise. Wer alles gleichzeitig umstellt, überfordert sich und sein Team.
- Mitarbeiter nicht einbeziehen: Die Software wird von deinen Gesellen und Büroangestellten genutzt, nicht nur von dir. Binde sie frühzeitig ein und hör auf ihr Feedback.
- Keine Testphase nutzen: Teste immer mit echten Projekten. Demodaten zeigen nicht, ob die Software zu deinem Workflow passt.
- Zu viel sparen: Die günstigste Lösung ist selten die beste. Rechne den Zeitaufwand gegen: Wenn Software dir 5 Stunden pro Woche spart, ist sie bei einem Stundensatz von 60 Euro über 1.200 Euro pro Monat wert.
- Datenübernahme vergessen: Bestandskunden, Artikelstammdaten, offene Angebote – prüfe vorher, ob und wie du deine Altdaten übernehmen kannst.
Fazit: Die richtige Software macht deinen Betrieb profitabler
Es gibt nicht die eine beste Handwerkersoftware – es gibt die beste Software für deinen Betrieb. Ein Schlüsseldienst in Essen braucht etwas anderes als ein GaLaBau-Betrieb in Potsdam oder ein Klimatechnik-Unternehmen in Stuttgart.
Die wichtigsten Erkenntnisse: Plancraft ist ideal für den Einstieg und kleine bis mittlere Betriebe. HERO überzeugt mit starker SHK-Integration. openHandwerk punktet mit offenen Schnittstellen. Craftview und Streit V.1 liefern den vollen Funktionsumfang für größere Betriebe. Taifun und Label sind solide Klassiker mit treuem Kundenstamm.
Was sie alle gemeinsam haben: Sie machen deine Digitalisierung einfacher, sparen dir Zeit bei der Büroarbeit und helfen dir, professioneller aufzutreten. Aber keine dieser Lösungen nimmt deine Kundenanrufe entgegen.
Dafür gibt es Agentino. Dein KI-Telefonassistent nimmt jeden Anruf professionell an, erfasst das Kundenanliegen, prüft deinen Kalender und vereinbart Termine – 24/7, auch wenn du gerade auf der Baustelle bist oder dich durch deine neue Software arbeitest. Für 59 €/Monat schließt Agentino die Lücke zwischen deiner Handwerkersoftware und deinen Kunden. Jetzt 30 Tage kostenlos testen.
Themen
Häufig gestellte Fragen
Welche Software ist die beste für kleine Handwerksbetriebe?
Für kleine Betriebe mit 1–5 Mitarbeitern empfehlen sich Plancraft (ab 39 Euro/Monat) oder Taifun (ab 30 Euro/Monat). Beide bieten Angebots- und Rechnungserstellung, Zeiterfassung und DATEV-Export. Plancraft punktet mit moderner Oberfläche und schnellem Einstieg.
Was kostet Handwerker Software im Monat?
Je nach Anbieter und Funktionsumfang zwischen 29 und über 100 Euro pro Monat. Cloud-Lösungen wie Plancraft starten ab 39 Euro, HERO ab 49 Euro. Umfangreiche ERP-Systeme wie Craftview kosten ab 100 Euro monatlich. Lokale Lizenzmodelle haben höhere Anfangskosten aber niedrigere laufende Kosten.
Cloud oder lokal – was ist besser für Handwerker?
Cloud-Software bietet Zugriff von überall, automatische Updates und keine eigene IT-Infrastruktur. Lokale Software gibt volle Datenkontrolle und funktioniert ohne Internet. Für die meisten Handwerksbetriebe ist Cloud 2026 die bessere Wahl wegen des ortsunabhängigen Zugriffs von der Baustelle.
Brauche ich branchenspezifische Handwerker Software?
Für SHK- und Elektrobetriebe mit komplexen Kalkulationen und Großhandelsanbindung lohnt sich branchenspezifische Software wie Streit V.1, HERO oder Label. Maler, Fliesenleger, Dachdecker und andere Gewerke kommen mit universellen Lösungen wie Plancraft oder openHandwerk gut aus.
Kann ich meine Altdaten in neue Software übernehmen?
Die meisten Anbieter bieten Datenimport an – für Kundendaten, Artikel und offene Projekte. Der Umfang variiert je nach Software. Prüfe vor der Entscheidung, welche Daten importiert werden können und ob der Anbieter bei der Migration unterstützt. Plane dafür 1–2 Wochen ein.
Wie lange dauert die Einführung einer Handwerker Software?
Bei einfachen Cloud-Lösungen wie Plancraft kannst du in 15 Minuten das erste Angebot erstellen. Eine vollständige Einführung mit Datenübernahme, Mitarbeiterschulung und Prozessanpassung dauert typischerweise 2–6 Wochen. Bei komplexen ERP-Systemen wie Craftview können es auch 2–3 Monate sein.
Hast du Fragen?
Wir beraten dich gerne persönlich zu deinen Anforderungen.