Das Wichtigste in Kürze
- Stundensatz Elektriker: 45-85 EUR netto, je nach Region, Qualifikation und Betriebsgröße
- Steckdose setzen: 45-220 EUR, Sicherungskasten erneuern: 1.200-3.000 EUR, Wallbox: 1.200-3.500 EUR
- Material macht 20-60 % der Gesamtkosten aus und kommt zum Arbeitslohn dazu
- Elektroinstallationen dürfen in Deutschland nur zugelassene Fachbetriebe durchführen (NAV/VDE)
- Eigenarbeit an der Elektrik ist lebensgefährlich und kann Versicherungsschutz kosten
- Immer Kostenvoranschlag einholen - bei größeren Arbeiten 2-3 Angebote vergleichen
- Handwerkerleistungen bis 1.200 EUR/Jahr steuerlich absetzbar (20 % der Arbeitskosten)
Was kostet ein Elektriker? Der ehrliche Überblick
Ob neue Steckdose, Sicherungskasten tauschen oder Wallbox für das E-Auto - früher oder später braucht jeder Hausbesitzer einen Elektriker. Doch was kostet das eigentlich? Die Preise für Elektroinstallationen sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Pauschale Aussagen findet man selten, denn die Kosten einer Elektroinstallation hängen von zahlreichen Faktoren ab.
In diesem Ratgeber finden Sie eine ehrliche Übersicht der aktuellen Preise: vom Stundensatz des Elektrikers über konkrete Kosten für typische Arbeiten bis hin zu Notdienst-Zuschlägen und regionalen Unterschieden. Ob Sie in München, Berlin, Hamburg oder auf dem Land in Brandenburg wohnen - hier erfahren Sie, was Sie wirklich bezahlen.
Stundensatz Elektriker: Was ist normal?
Der Stundensatz eines Elektrikers liegt in Deutschland aktuell zwischen 45 und 85 EUR netto (ohne Mehrwertsteuer). Das klingt nach einer großen Spanne - und die erklärt sich durch mehrere Faktoren:
| Faktor | Niedrigerer Stundensatz | Höherer Stundensatz |
|---|---|---|
| Region | Ländlich, Ostdeutschland | Großstadt, Süddeutschland |
| Qualifikation | Geselle | Meister, Spezialist |
| Betriebsgröße | Ein-Mann-Betrieb | Großer Fachbetrieb |
| Arbeitszeit | Regulaere Arbeitszeit | Abends, Wochenende, Feiertag |
| Spezialisierung | Standard-Hauselektrik | Industrieelektrik, Smart Home |
Regionale Stundensätze im Vergleich
| Region | Stundensatz netto | Stundensatz brutto (inkl. 19 % MwSt.) |
|---|---|---|
| München, Stuttgart, Frankfurt | 65 - 85 EUR | 77 - 101 EUR |
| Hamburg, Düsseldorf, Köln | 60 - 80 EUR | 71 - 95 EUR |
| Berlin, Hannover, Bremen | 55 - 75 EUR | 65 - 89 EUR |
| Leipzig, Dresden, Erfurt | 45 - 65 EUR | 54 - 77 EUR |
| Ländliche Gebiete | 45 - 60 EUR | 54 - 71 EUR |
Wichtig: Der Stundensatz deckt nur die Arbeitszeit ab. Material, Anfahrt und eventuell Kleinmaterial kommen noch dazu. Darum ist ein Kostenvoranschlag immer sinnvoller als nur nach dem Stundensatz zu fragen. Wie Handwerker ihren Stundensatz kalkulieren, erklären wir in einem separaten Artikel.
Typische Elektroarbeiten mit Kosten (Tabelle)
Hier finden Sie die häufigsten Elektroinstallationen mit realistischen Preisen. Alle Angaben inklusive Arbeitslohn, aber ohne Materialkosten (sofern nicht anders angegeben).
Kleine Arbeiten im Bestand
| Arbeit | Kosten (Arbeit) | Material ca. | Gesamtkosten | Zeitaufwand |
|---|---|---|---|---|
| Steckdose setzen (vorhandene Leitung) | 40 - 80 EUR | 5 - 15 EUR | 45 - 95 EUR | 30 - 60 Min. |
| Steckdose setzen (neue Leitung) | 80 - 180 EUR | 15 - 40 EUR | 95 - 220 EUR | 1 - 2 Std. |
| Lichtschalter tauschen | 30 - 60 EUR | 5 - 30 EUR | 35 - 90 EUR | 20 - 40 Min. |
| Lampe montieren (einfach) | 30 - 60 EUR | - | 30 - 60 EUR | 15 - 30 Min. |
| Lampe montieren (Deckeneinbau) | 60 - 120 EUR | 10 - 30 EUR | 70 - 150 EUR | 30 - 90 Min. |
| Dimmer einbauen | 40 - 80 EUR | 20 - 60 EUR | 60 - 140 EUR | 30 - 60 Min. |
| FI-Schalter nachrüsten | 80 - 150 EUR | 30 - 80 EUR | 110 - 230 EUR | 1 - 2 Std. |
Größere Installationen
| Arbeit | Kosten (Arbeit + Material) | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| Sicherungskasten erneuern (komplett) | 1.200 - 3.000 EUR | 1 - 2 Tage |
| Durchlauferhitzer anschliessen (21-27 kW) | 300 - 600 EUR | 2 - 4 Std. |
| Herd-/Backofenanschluss (Starkstrom) | 80 - 200 EUR | 30 - 90 Min. |
| E-Auto Wallbox installieren (11 kW) | 1.200 - 2.500 EUR | 4 - 8 Std. |
| E-Auto Wallbox installieren (22 kW) | 1.800 - 3.500 EUR | 6 - 10 Std. |
| PV-Anlage Anschluss (Wechselrichter + Zähler) | 800 - 2.000 EUR | 4 - 8 Std. |
| Smart-Home-Grundinstallation | 2.000 - 8.000 EUR | 2 - 5 Tage |
| Rauchmelder installieren (pro Stück) | 25 - 50 EUR | 10 - 15 Min. |
| Sprechanlage/Klingelanlage erneuern | 500 - 2.000 EUR | 4 - 8 Std. |
| Aussensteckdose (wetterfest, Erdkabel) | 200 - 500 EUR | 2 - 4 Std. |
Komplettsanierung und Neubau
| Arbeit | Kosten (Arbeit + Material) | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| Komplett-Elektrik Wohnung (80 qm, Sanierung) | 8.000 - 15.000 EUR | 1 - 2 Wochen |
| Komplett-Elektrik Einfamilienhaus (Neubau, 140 qm) | 15.000 - 30.000 EUR | 2 - 4 Wochen |
| Komplett-Elektrik Einfamilienhaus (Sanierung, 140 qm) | 18.000 - 40.000 EUR | 3 - 6 Wochen |
| Elektrische Fussbodenheizung nachrüsten (pro qm) | 50 - 100 EUR | Abhängig von Fläche |
Hinweis: Die Preise für Komplett-Elektrik variieren stark je nach Ausstattungsniveau. Die Deutsche Gesellschaft für Elektrotechnik unterscheidet drei Stufen: Mindestausstattung, Standardausstattung und Komfortausstattung. Je höher die Stufe, desto mehr Steckdosen, Lichtkreise und Datenanschluesse werden installiert - und desto höher die Kosten.
Anfahrtskosten: Was darf der Elektriker verlangen?
Anfahrtskosten sind ein häufiger Streitpunkt. Hier die Fakten:
- Üblich: 20 - 50 EUR pauschal oder 0,50 - 1,00 EUR pro Kilometer
- In Großstädten (Berlin, München, Köln): Oft pauschal 25 - 40 EUR, da kurze Wege
- Auf dem Land (Mecklenburg-Vorpommern, Eifel, Allgäu): Höher, da längere Anfahrt (bis 80 EUR)
- Manche Betriebe berechnen Anfahrt ab der ersten Minute, andere erst ab einer bestimmten Entfernung
Tipp: Fragen Sie vorher nach den Anfahrtskosten. Serios arbeitende Betriebe nennen diese transparent. Wenn mehrere kleine Arbeiten anstehen, bündeln Sie diese in einem Termin - so zahlen Sie die Anfahrt nur einmal.
Notdienst-Preise: Was der Elektro-Notdienst kostet
Stromausfall am Samstagabend, Kurzschluss in der Nacht, Sicherung fliegt ständig raus - manchmal muss es schnell gehen. Doch der Notdienst hat seinen Preis.
| Zeitraum | Zuschlag auf Stundensatz | Typischer Gesamtpreis (1. Stunde) |
|---|---|---|
| Abends (18-22 Uhr) | +25-50 % | 80 - 120 EUR |
| Nachts (22-6 Uhr) | +50-100 % | 100 - 170 EUR |
| Samstag | +25-50 % | 80 - 130 EUR |
| Sonntag/Feiertag | +50-100 % | 100 - 170 EUR |
| Anfahrt Notdienst | Pauschal | 50 - 120 EUR |
Warnung vor unseriosen Anbietern: Im Internet finden sich zahlreiche Elektro-Notdienste mit günstig klingenden Festpreisen. In der Praxis werden dann vor Ort hohe Zusatzkosten berechnet. Verlassen Sie sich lieber auf einen lokalen Fachbetrieb, den Sie kennen oder der von Nachbarn empfohlen wird. Mehr dazu in unserem Artikel über Google-Bewertungen für Handwerker.
Wann ist ein Elektriker Pflicht? VDE-Normen und Gefahren
In Deutschland dürfen elektrische Installationsarbeiten nur von zugelassenen Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Das ist keine Empfehlung, sondern gesetzliche Vorschrift. Die Grundlage bildet die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) in Verbindung mit den VDE-Normen.
Was dürfen Sie selbst machen?
- Gluehbirne/Leuchtmittel wechseln
- Lampe an vorhandenen Anschluss montieren (Luester anschliessen)
- Steckdose/Schalter-Abdeckung austauschen (bei abgeschalteter Sicherung)
- Verlängerungskabel und Steckerleisten nutzen
Was NUR der Elektriker machen darf
- Neue Leitungen verlegen oder ändern
- Steckdosen und Schalter einbauen oder versetzen
- Sicherungskasten (Verteilung) installieren oder ändern
- Durchlauferhitzer, Herd (Starkstrom) anschliessen
- Wallbox für E-Auto installieren
- PV-Anlage ans Hausnetz anschliessen
- Erdelektrode und Potentialausgleich
- Jede Arbeit am Zählerkasten
Gefahren bei Eigenarbeit an der Elektrik
Warum diese Regeln so streng sind, zeigen die Zahlen: In Deutschland sterben jährlich etwa 30-50 Menschen durch Stromunfaelle, Hunderte werden schwer verletzt. Hinzu kommen Braende durch fehlerhafte Elektroinstallationen - eine der häufigsten Brandursachen überhaupt.
- Stromschlag: Bereits 50 Milliampere können toedlich sein - das ist weniger als der Strom durch eine kleine LED-Lampe.
- Brand: Lose Klemmverbindungen, zu duenne Leitungen oder fehlende Sicherungen können jahrelang unbemerkt bleiben, bis ein Brand ausbricht.
- Versicherung: Wurde eine nicht fachgerecht ausgeführte Elektroinstallation als Brandursache identifiziert, zahlt die Versicherung nicht. Im schlimmsten Fall droht strafrechtliche Verfolgung.
- Haftung: Bei Personenschäden durch fehlerhafte Eigeninstallation haften Sie persönlich - auch gegenüber Mietern, Besuchern oder kuenftigen Eigentümern.
Ähnlich wie bei der Heizungswartung durch den SHK-Fachmann gilt: Sicherheitskritische Arbeiten gehören in Profihände. Das schützt Leben, Eigentum und Ihren Versicherungsschutz.
Materialkosten: Was kommt zum Arbeitslohn dazu?
Ein häufiger Fehler bei der Kostenschaetzung: Nur den Arbeitslohn zu rechnen. Das Material kommt immer oben drauf und macht je nach Arbeit 20-60 % der Gesamtkosten aus.
Typische Materialkosten
| Material | Preis (netto) |
|---|---|
| NYM-Kabel (3x1,5 mm, pro Meter) | 0,80 - 1,50 EUR |
| NYM-Kabel (5x2,5 mm, pro Meter) | 2,00 - 3,50 EUR |
| Steckdose (Standard, Unterputz) | 3 - 15 EUR |
| Steckdose (Design/Marke, z. B. Gira, Busch-Jaeger) | 15 - 60 EUR |
| Lichtschalter (Standard) | 3 - 12 EUR |
| Lichtschalter (Smart/Design) | 25 - 120 EUR |
| FI-Schutzschalter (30 mA) | 25 - 70 EUR |
| Sicherungsautomat (B16) | 5 - 15 EUR |
| Verteilerkasten (12-reihig) | 80 - 250 EUR |
| Wallbox (11 kW, ohne Installation) | 500 - 1.500 EUR |
| Wallbox (22 kW, ohne Installation) | 700 - 2.000 EUR |
| Durchlauferhitzer (21-27 kW) | 200 - 600 EUR |
Tipp: Fragen Sie den Elektriker, ob Sie das Material selbst beschaffen dürfen. Manche Betriebe erlauben das und installieren Ihre Ware. Das kann sparen - birgt aber auch Risiken, wenn die Qualität nicht stimmt oder es zu Garantieproblemen kommt.
Kostenvoranschlag: So schützen Sie sich vor Überraschungen
Bei größeren Elektroarbeiten (ab ca. 500 EUR) sollten Sie immer einen Kostenvoranschlag einholen - am besten von 2-3 verschiedenen Betrieben.
Was ein guter Kostenvoranschlag enthält
- Detaillierte Auflistung aller Arbeiten
- Materialkosten einzeln aufgeführt
- Stundensatz und geschätzter Zeitaufwand
- Anfahrtskosten
- Gesamtsumme netto und brutto
- Gueltigkeitsdauer des Angebots
Kostenvoranschlag vs. Festpreis vs. Stundenlohn
| Abrechnungsart | Vorteil für den Kunden | Nachteil für den Kunden |
|---|---|---|
| Kostenvoranschlag | Kalkulierbar, max. 15-20 % Abweichung erlaubt | Nicht verbindlich wie Festpreis |
| Festpreisangebot | Volle Kostensicherheit | Oft etwas teurer (Risikopuffer) |
| Stundenlohn + Material | Flexibel bei kleinen Arbeiten | Kosten schwer vorhersehbar |
Mehr zum Thema Angebote finden Sie in unserem Artikel über Angebote schreiben für Handwerker und Preise richtig kommunizieren.
Wallbox und E-Auto: Was der Anschluss wirklich kostet
Die Installation einer Wallbox für das E-Auto ist eine der häufigsten Elektroarbeiten der letzten Jahre. Doch die Kosten variieren enorm - und der reine Wallbox-Preis ist nur ein Teil der Rechnung.
Kostenaufstellung Wallbox-Installation
| Position | Kosten |
|---|---|
| Wallbox (Gerät, 11 kW) | 500 - 1.500 EUR |
| Installation und Anschluss | 400 - 1.200 EUR |
| Kabel vom Sicherungskasten zur Wallbox (pro Meter) | 8 - 15 EUR |
| FI-Schutzschalter Typ A/B (falls nötig) | 100 - 400 EUR |
| Sicherungskasten erweitern (falls nötig) | 300 - 800 EUR |
| Genehmigung Netzbetreiber (bei 22 kW) | 0 - 500 EUR |
| Gesamtkosten typisch | 1.200 - 3.500 EUR |
Wichtig: Eine 11-kW-Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine 22-kW-Wallbox braucht sogar eine Genehmigung. Beides übernimmt in der Regel der Elektrofachbetrieb. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage lässt sich der Strom für das E-Auto teilweise selbst produzieren - ein zunehmend beliebtes Gesamtpaket bei Hausbesitzern in Freiburg, Augsburg oder am Bodensee.
PV-Anlage Anschluss: Elektrikerkosten für Photovoltaik
Bei der Installation einer Photovoltaikanlage sind Elektriker und PV-Fachbetriebe eng verzahnt. Die Module kommen aufs Dach (oft durch Dachdecker oder spezialisierte Monteure), aber der elektrische Anschluss ist reine Elektrikerarbeit.
- Wechselrichter installieren und anschliessen: 300 - 800 EUR
- Zählerkasten umruesten (Zweirichtungszaehler): 200 - 600 EUR
- AC-Verkabelung (Wechselrichter bis Zähler): 200 - 500 EUR
- Anmeldung beim Netzbetreiber: 100 - 300 EUR (Papierkram)
- Speicher anschliessen (optional): 300 - 800 EUR
Gesamtkosten Elektrikerarbeit PV-Anlage: 800 - 2.500 EUR (abhängig von Anlagengröße und Gegebenheiten vor Ort). In Regionen mit hoher PV-Nachfrage - Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen - kann es in der Hauptsaison zu Wartezeiten kommen. Für Elektrobetriebe bedeutet das: Jeder verpasste Anruf kann ein verlorener PV-Auftrag im Wert von mehreren Tausend Euro sein.
Regionale Preisunterschiede: Wo ist der Elektriker am günstigsten?
Die Elektrikerpreise unterscheiden sich in Deutschland je nach Region deutlich. Hier ein realistischer Vergleich für eine Standard-Arbeit (neue Steckdose mit Leitungsverlegung, ca. 5 Meter):
| Stadt/Region | Gesamtkosten (Arbeit + Material) |
|---|---|
| München | 180 - 280 EUR |
| Stuttgart | 170 - 260 EUR |
| Frankfurt am Main | 160 - 250 EUR |
| Hamburg | 150 - 240 EUR |
| Köln / Düsseldorf | 150 - 240 EUR |
| Berlin | 140 - 220 EUR |
| Hannover / Bremen | 130 - 210 EUR |
| Leipzig / Dresden | 110 - 190 EUR |
| Ländliches Niedersachsen | 110 - 180 EUR |
| Ländliches Thüringen | 100 - 170 EUR |
Die Preisunterschiede erklären sich durch unterschiedliche Lebenshaltungskosten, Nachfrage und Lohnniveaus. In München zahlt ein Elektrobetrieb deutlich höhere Mieten und Löhne als in Erfurt - das spiegelt sich zwangsaeufig in den Kundenpreisen wider.
Wie finde ich einen guten Elektriker?
Einen zuverlässigen Elektriker zu finden, ist für viele Hausbesitzer eine Herausforderung - besonders in Ballungsräumen, wo gute Betriebe oft Wochen Wartezeit haben.
Tipps für die Suche
- Empfehlungen von Nachbarn, Freunden, Familie - immer noch der beste Weg
- Google-Bewertungen prüfen: Achten Sie auf Betriebe mit mindestens 4,0 Sternen und mehreren Dutzend Bewertungen. Lesen Sie auch die negativen Rezensionen - wie reagiert der Betrieb darauf?
- Handwerkskammer: Die lokale Handwerkskammer (HWK) führt Verzeichnisse zugelassener Elektrofachbetriebe
- Konzessionsnachweis: Jeder Elektroinstallationsbetrieb braucht eine Eintragung im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers. Fragen Sie im Zweifel danach.
- Mehrere Angebote einholen: Bei größeren Arbeiten immer 2-3 Angebote vergleichen
Gute Elektrobetriebe sind stark nachgefragt. Wer als Handwerker trotzdem jeden Kundenanruf zuverlässig entgegennehmen will, setzt zunehmend auf digitale Lösungen. Immer mehr Elektrobetriebe in Nürnberg, Dortmund, Mannheim oder Karlsruhe nutzen einen KI-Telefonassistenten wie Agentino, um Anfragen auch während der Arbeit auf der Baustelle professionell anzunehmen - ohne zusätzliches Büropersonal.
Elektroinstallation im Neubau: Das große Bild
Wer neu baut, muss die Elektrik von Grund auf planen. Das ist die teuerste, aber auch die wichtigste Phase - denn nachträgliche Änderungen an der Elektrik sind im fertigen Haus extrem aufwaendig und teuer.
Planungstipps für Bauherren
- Genuegend Steckdosen planen: Planen Sie mindestens 30 % mehr Steckdosen als Sie glauben zu brauchen. Eine Steckdose mehr beim Neubau kostet 30-50 EUR - nachträglich 150-300 EUR.
- Leerrohre für die Zukunft: Lassen Sie Leerrohre für spätere Kabel (Glasfaser, Smart Home, Kamera) einziehen - kostet fast nichts extra.
- Wallbox-Vorbereitung: Auch wenn Sie noch kein E-Auto haben: Ein Kabel zum Stellplatz kostet jetzt 200-400 EUR, nachträglich 1.000-2.000 EUR.
- PV-Vorbereitung: Leerrohre vom Dach zum Keller und ausreichend Platz im Zählerkasten einplanen.
- Smart-Home-Verkabelung: KNX oder ähnliche Systeme brauchen eine eigene Busleitung. Nachträglich praktisch nicht machbar.
Die Elektroplanung sollte früh erfolgen - am besten parallel zur Bauplanung. Je später Änderungen kommen, desto teurer werden sie.
Kosten sparen bei der Elektroinstallation: 8 Tipps
- Eigenleistung bei Vorarbeiten: Schlitze stemmen, Kabelkanaele verlegen oder Locher bohren können Sie selbst - den Anschluss macht dann der Fachmann.
- Arbeiten bündeln: Mehrere kleine Arbeiten in einem Termin erledigen lassen - spart Anfahrtskosten.
- Ausserhalb der Saison buchen: Im Frühling und Herbst haben Elektriker weniger zu tun als im Sommer (Bausaison) - eventuell bessere Preise.
- Standardmaterial wählen: Markensteckdosen und -schalter sehen schick aus, kosten aber das 3-5-fache. Standard-Produkte erfüllen den gleichen Zweck.
- Kostenvoranschlaege vergleichen: Nicht immer ist der günstigste der beste - aber Ausreisser nach oben sollten Sie hinterfragen.
- Förderungen prüfen: Für Wallbox, PV-Anschluss, Einbruchschutz und barrierefreie Umbauten gibt es Förderungen.
- Steuerlich absetzen: Handwerkerleistungen sind bis 1.200 EUR pro Jahr steuerlich absetzbar (20 % der Arbeitskosten bis max. 6.000 EUR). Mehr dazu in unserem Artikel über Steuertipps.
- Langfristig denken: Billig installiert heisst oft teuer repariert. Investieren Sie in Qualität - eine gute Elektroinstallation hält 30-40 Jahre.
Fazit: Was die Elektroinstallation wirklich kostet
Die Kosten einer Elektroinstallation reichen von unter 100 EUR für eine einzelne Steckdose bis über 30.000 EUR für die Komplettelektrik im Neubau. Der Stundensatz eines Elektrikers liegt bei 45-85 EUR netto, dazu kommen Material und Anfahrt. Entscheidend ist: Holen Sie immer einen Kostenvoranschlag ein, vergleichen Sie 2-3 Angebote und sparen Sie nicht an der falschen Stelle - denn bei Elektroarbeiten geht es um Ihre Sicherheit.
Beauftragen Sie ausschliesslich zugelassene Elektrofachbetriebe und lassen Sie sich nicht von vermeintlich günstigen Angeboten unserioeser Anbieter locken. Gute Arbeit hat ihren Preis - aber sie schützt Ihr Zuhause und Ihre Familie auf Jahrzehnte.
Sie sind Elektrobetrieb und verpassen Anrufe, während Sie auf der Baustelle sind? Agentino ist der KI-Telefonassistent speziell für Handwerker. Ab 59 EUR/Monat nimmt er Ihre Anrufe an, erfasst Anliegen und vereinbart Termine - damit kein Wallbox-Auftrag und keine PV-Anfrage verloren geht. Jetzt 14 Tage kostenlos testen.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Elektriker pro Stunde?
Der Stundensatz eines Elektrikers liegt in Deutschland zwischen 45 und 85 EUR netto. In Großstädten wie München oder Frankfurt sind es eher 65-85 EUR, in ländlichen Regionen oder Ostdeutschland 45-65 EUR. Hinzu kommen Materialkosten und Anfahrt.
Was kostet es, eine Steckdose setzen zu lassen?
Eine neue Steckdose an vorhandener Leitung kostet 45-95 EUR (Arbeit + Material). Muss eine neue Leitung verlegt werden, steigen die Kosten auf 95-220 EUR. Der Preis hängt von der Leitungslaenge und den baulichen Gegebenheiten ab.
Was kostet eine Wallbox-Installation?
Die Gesamtkosten für eine 11-kW-Wallbox inklusive Gerät und Installation liegen bei 1.200-2.500 EUR. Bei einer 22-kW-Wallbox sind es 1.800-3.500 EUR. Hinzu kommen eventuelle Kosten für die Erweiterung des Sicherungskastens (300-800 EUR).
Darf ich Elektroarbeiten selbst machen?
Nein, bis auf wenige Ausnahmen (Leuchtmittel wechseln, Lampe an vorhandenen Anschluss montieren). Alle Installationsarbeiten an der festen Elektrik dürfen nur zugelassene Elektrofachbetriebe durchführen. Eigenarbeit ist lebensgefährlich und kann den Versicherungsschutz kosten.
Was kostet ein Elektro-Notdienst?
Der Notdienst-Zuschlag betraegt 25-100 % auf den normalen Stundensatz, je nach Uhrzeit und Wochentag. Die erste Stunde kostet typischerweise 80-170 EUR plus Anfahrt (50-120 EUR). Achten Sie auf lokale Fachbetriebe statt anonymer Internet-Notdienste.
Was kostet die Komplett-Elektrik im Neubau?
Für ein Einfamilienhaus (140 qm) liegen die Kosten bei 15.000-30.000 EUR (Arbeit + Material) je nach Ausstattungsniveau. Bei einer Sanierung im Bestand ist es teurer: 18.000-40.000 EUR, da bestehende Leitungen entfernt werden müssen.
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Wir beraten dich gerne persönlich zu deinen Anforderungen.