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Praxismanagement optimieren: Weniger Telefonstress für MFA

Agentino Team

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Telefon beansprucht 30 bis 40 Prozent der MFA-Arbeitszeit und ist der größte Stressfaktor. Online-Terminbuchung und digitale Rezeptbestellung können das Telefonaufkommen um bis zu 55 Prozent reduzieren. Klare Funktionsbereiche und Zeitblöcke ermöglichen fokussiertes, fehlerfreies Arbeiten. Ein KI-Telefonassistent ab 59 Euro im Monat spart 2 bis 3 Stunden MFA-Arbeitszeit pro Tag.

MFA am Limit: Wenn der Praxisalltag zur Dauerbelastung wird

Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) gehört zu den anspruchsvollsten und gleichzeitig am schlechtesten bezahlten Berufen im Gesundheitswesen. MFA jonglieren täglich zwischen Telefon, Empfang, Labor, Assistenz, Dokumentation und Patientenkommunikation. Eine Studie der Universität Trier zeigt: 68 Prozent aller MFA fühlen sich regelmäßig überlastet.

Der größte Stressfaktor? Das Telefon. Es klingelt ununterbrochen, gleichzeitig stehen Patienten am Empfang, der Arzt ruft aus dem Behandlungszimmer und die Abrechnung muss auch noch gemacht werden. Dieses Multitasking unter Dauerdruck führt zu Fehlern, Frustration und – immer häufiger – zur Kündigung.

Doch es gibt Wege, den Praxisalltag strukturell zu entlasten. Dieser Artikel zeigt konkrete Maßnahmen, die sofort wirken.

Die 5 größten Zeitfresser im Praxisalltag

Bevor man optimiert, muss man verstehen, wo die Zeit verloren geht. Die häufigsten Zeitfresser in Arztpraxen:

1. Telefon (30–40 % der MFA-Arbeitszeit)

In einer Praxis mit 100 bis 200 Anrufen pro Tag verbringt die Telefon-MFA den Großteil ihrer Arbeitszeit am Hörer. Jeder Anruf dauert im Schnitt 2 bis 3 Minuten – multipliziert mit 150 Anrufen sind das über 5 Stunden reine Telefonzeit. Dazu kommen Unterbrechungen, Rückfragen und die mentale Belastung durch permanentes Klingeln.

2. Empfangs- und Anmeldevorgang (20 %)

Patienten anmelden, Versichertenkarte einlesen, Überweisungen prüfen, Formulare aushändigen – jeder Patientenkontakt am Empfang dauert 1 bis 3 Minuten. Bei 60 Patienten pro Tag sind das weitere 2 bis 3 Stunden.

3. Dokumentation und Abrechnung (15 %)

Leistungsziffern erfassen, Diagnosen dokumentieren, Arztbriefe schreiben, Überweisungen ausstellen – alles zeitintensiv und fehleranfällig, wenn es zwischen Telefon und Empfang erledigt werden muss.

4. Laborarbeit und Assistenz (15 %)

Blutabnahme, EKG, Lungenfunktion, Impfungen – die medizinische Assistenz erfordert Konzentration und Zeit, die durch Telefon-Unterbrechungen fehlt.

5. Organisatorisches (10 %)

Bestellungen, Hygienepläne, QM-Dokumentation, Personalplanung, Urlaubsanträge – alles, was im Hintergrund laufen muss, aber oft zu kurz kommt.

Strategie 1: Telefon als Haupthebel angehen

Da das Telefon der größte einzelne Zeitfresser ist, bietet es auch das größte Optimierungspotenzial. Drei Maßnahmen, die sofort wirken:

Online-Terminbuchung einführen

40 Prozent aller Anrufe betreffen Termine. Eine Online-Terminbuchung kann diesen Anteil um die Hälfte reduzieren. Systeme wie Doctolib oder Samedi sind in wenigen Tagen eingerichtet und kosten ab 129 Euro pro Monat.

Tipp: Bewerben Sie die Online-Buchung aktiv – auf der Website, in der Warteschleife, auf Aushängen in der Praxis und auf Rezepten.

Digitale Rezeptbestellung ermöglichen

20 Prozent aller Anrufe sind Rezeptbestellungen. Ein einfaches Online-Formular auf der Praxis-Website – Name, Geburtsdatum, Medikament, Dosierung – kann diese Anrufe eliminieren. Der Patient füllt das Formular aus, die MFA bearbeitet die Anfrage gebündelt, und das Rezept liegt zur Abholung bereit.

Kosten: Oft kostenfrei umsetzbar mit vorhandenen Website-Baukasten oder Praxis-App-Lösungen.

KI-Telefonassistent für den Rest

Selbst mit Online-Buchung und digitaler Rezeptbestellung bleiben 40 bis 60 Prozent der Anrufe übrig, die telefonisch bearbeitet werden müssen. Hier entlastet ein KI-Telefonassistent wie Agentino: Er nimmt Anrufe an, wenn die MFA nicht abnehmen kann, und bearbeitet die häufigsten Anliegen automatisch.

Das Ergebnis für die MFA: Statt 150 Anrufe pro Tag selbst zu bearbeiten, kommen nur noch 30 bis 50 Anrufe durch, die wirklich persönliche Betreuung erfordern. Der Rest wird digital oder per KI erledigt.

Strategie 2: Arbeitsabläufe strukturieren

Funktionsbereiche klar trennen

In vielen Praxen machen alle MFA alles – Telefon, Empfang, Labor, Assistenz. Das klingt flexibel, ist in der Praxis aber ineffizient und stressig. Besser:

  • MFA 1: Empfang und Telefon (Kerntätigkeit Patientenkontakt)
  • MFA 2: Assistenz und Labor (Kerntätigkeit medizinische Tätigkeiten)
  • MFA 3: Verwaltung und Abrechnung (Kerntätigkeit Backoffice)

Diese Rollentrennung ermöglicht fokussiertes Arbeiten und reduziert die mentale Belastung durch ständiges Aufgabenwechseln.

Zeitblöcke für konzentriertes Arbeiten

Die Abrechnung leidet, wenn sie ständig vom Telefon unterbrochen wird. Führen Sie feste Zeitblöcke ein, in denen bestimmte Aufgaben ohne Unterbrechung erledigt werden:

  • 7:30–8:00 Uhr: Tagesvorbereitung (Termine prüfen, Materialien bereitlegen)
  • 12:30–13:30 Uhr: Abrechnung und Dokumentation (MFA am Empfang übernimmt Telefon)
  • 16:00–17:00 Uhr: Bestellungen, QM, Personalthemen

Strategie 3: Digitalisierung konsequent umsetzen

Digitale Anamnese vor dem Termin

Viele Praxen lassen Patienten den Anamnesebogen noch vor Ort auf Papier ausfüllen. Das kostet Zeit am Empfang und verzögert den Ablauf. Digitale Anamnesesysteme – entweder per E-Mail vor dem Termin oder per Tablet im Wartezimmer – sparen 5 bis 10 Minuten pro Patient.

Automatische Terminerinnerungen

5 bis 10 Prozent aller Patienten erscheinen nicht zum vereinbarten Termin (No-Shows). Jeder No-Show kostet die Praxis Umsatz und blockiert einen Terminslot. Automatische SMS- oder E-Mail-Erinnerungen 24 Stunden vor dem Termin reduzieren No-Shows um bis zu 40 Prozent.

Elektronische Kommunikation mit Überweisern

Die Kommunikation mit Krankenhäusern, Fachärzten und Laboren erfolgt in vielen Praxen noch per Fax oder Telefon. Elektronische Arztbriefe, digitale Überweisungen (eÜberweisung) und sichere Messenger-Systeme (KIM – Kommunikation im Medizinwesen) sparen Zeit und reduzieren Fehler.

Strategie 4: Team stärken und wertschätzen

Optimiertes Praxismanagement bedeutet nicht nur Prozesse verbessern, sondern auch das Team stärken. Zufriedene MFA arbeiten effizienter, machen weniger Fehler und bleiben der Praxis länger treu.

Regelmäßige Teambesprechungen

Einmal pro Woche – 15 bis 20 Minuten reichen – sollte das Team zusammenkommen:

  • Was lief gut, was lief schlecht?
  • Welche Prozesse können verbessert werden?
  • Gibt es Konflikte oder Belastungen, die angesprochen werden müssen?

MFA, die das Gefühl haben, gehört zu werden, engagieren sich stärker und identifizieren sich mit der Praxis.

Fortbildung und Perspektiven

MFA, die sich weiterentwickeln können – zum Beispiel durch Fortbildungen in Praxismanagement, Abrechnungswesen oder medizinischen Spezialgebieten – sind motivierter und bleiben der Praxis länger erhalten. Die Investition in Fortbildung zahlt sich mehrfach aus: durch höhere Kompetenz, bessere Motivation und geringere Fluktuation.

Angemessene Vergütung

Das durchschnittliche MFA-Gehalt in Deutschland liegt bei 2.400 bis 2.800 Euro brutto – angesichts der Verantwortung und Belastung zu wenig. Praxen, die überdurchschnittlich zahlen, haben weniger Probleme mit Fluktuation und Fachkräftemangel. Auch Benefits wie Jobticket, Fitnessstudio-Zuschuss oder flexible Arbeitszeiten machen einen Unterschied.

Der ROI von Praxisoptimierung

Praxisoptimierung kostet Zeit und Geld – aber sie bringt messbare Ergebnisse:

  • Telefonentlastung durch KI-Assistenten: Ab 59 Euro/Monat – spart 2 bis 3 Stunden MFA-Arbeitszeit pro Tag
  • Online-Terminbuchung: Ab 129 Euro/Monat – reduziert 20–35 % der Anrufe
  • Weniger No-Shows: Automatische Erinnerungen sparen 500 bis 1.000 Euro Umsatzverlust pro Monat
  • Geringere Fluktuation: Jede nicht nachzubesetzende MFA-Stelle spart 5.000 bis 10.000 Euro Recruiting-Kosten

In Summe kann eine konsequente Praxisoptimierung mehrere tausend Euro pro Monat sparen – bei gleichzeitig höherer Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit.

Fazit: Praxismanagement beginnt beim Telefon

Die Optimierung des Praxismanagements ist ein fortlaufender Prozess. Doch der wirksamste erste Schritt ist klar: das Telefonproblem lösen. Wenn die MFA nicht mehr 5 Stunden am Tag telefonieren muss, hat sie Zeit für all die anderen Aufgaben, die bisher zu kurz kommen.

Die Technologie dafür existiert und ist erschwinglich. Ein KI-Telefonassistent in Kombination mit Online-Terminbuchung und digitaler Rezeptbestellung kann das Telefonaufkommen um bis zu 60 Prozent reduzieren. Der Praxisalltag wird ruhiger, die MFA entspannter und die Patienten zufriedener. Das ist kein Luxus – das ist zeitgemäßes Praxismanagement.

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