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Telefonische Erreichbarkeit Hotel: Warum Gäste die Konkurrenz buchen

Agentino Team

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Das Wichtigste in Kürze

  • 32 Prozent aller Anrufe an Hotels werden nicht angenommen – 67 Prozent der Anrufer versuchen es kein zweites Mal. Mangelnde Erreichbarkeit kann Hotels über 100.000 Euro Jahresumsatz kosten. Die Diskrepanz zwischen Anrufzeiten der Gäste und Erreichbarkeit der Hotels ist besonders abends und am Wochenende kritisch. Ein KI-Telefonassistent als 24/7-Backup ist die kosteneffizienteste Lösung für lückenlose Erreichbarkeit.

Der verpasste Anruf: Warum Erreichbarkeit über Umsatz entscheidet

Ein Gast plant seinen Jahresurlaub. Er hat drei Hotels in die engere Auswahl genommen und ruft an, um letzte Fragen zu klären: Gibt es ein Familienzimmer mit Balkon? Ist der Pool beheizt? Kann er den Hund mitbringen? Beim ersten Hotel geht niemand ran. Beim zweiten landet er in einer Warteschleife. Das dritte Hotel nimmt sofort ab, beantwortet freundlich alle Fragen – und bekommt die Buchung.

Dieses Szenario wiederholt sich in der deutschen Hotellerie tausendfach täglich. Die telefonische Erreichbarkeit ist kein Soft-Faktor, sondern ein harter Umsatztreiber. Studien zeigen: 67 Prozent der Anrufer, die nicht durchkommen, versuchen es kein zweites Mal – sie buchen bei der Konkurrenz.

Wie schlecht steht es um die Erreichbarkeit in der Hotellerie?

Eine Untersuchung der Hochschule Worms zur Erreichbarkeit deutscher Hotels ergab alarmierende Zahlen:

  • 32 Prozent aller Anrufe an Hotels werden nicht angenommen
  • Die durchschnittliche Wartezeit bis zur Annahme beträgt 28 Sekunden – viele Anrufer legen vorher auf
  • Besonders schlecht erreichbar: Hotels mit unter 50 Zimmern, die keine eigene Telefonzentrale haben
  • Abends und am Wochenende sinkt die Erreichbarkeit auf unter 60 Prozent

Die Gründe sind nachvollziehbar: Kleine und mittelgroße Hotels haben an der Rezeption selten mehr als eine Person gleichzeitig. Wenn diese Person gerade einen Gast eincheckt, einen Schlüssel programmiert oder eine Beschwerde bearbeitet, kann sie nicht gleichzeitig telefonieren.

Wann rufen Gäste an – und wann sind Hotels schlecht erreichbar?

Es gibt eine gefährliche Diskrepanz zwischen den Zeiten, zu denen Gäste anrufen, und den Zeiten, zu denen Hotels gut erreichbar sind:

  • Mittagspause (12:00–14:00 Uhr): Viele Gäste rufen in ihrer Pause an – Hotels sind oft in der Mittagspause unterbesetzt
  • Abends (18:00–21:00 Uhr): Gäste recherchieren nach Feierabend Hotels – an der Rezeption ist oft nur noch der Nachtportier
  • Wochenende: Die Hauptreiseplanungszeit – gleichzeitig die Zeit mit der dünnsten Personaldecke
  • Feiertage und Ferienzeiten: Höchstes Buchungsinteresse bei gleichzeitig reduziertem Personal

Was ein verpasster Anruf wirklich kostet

Viele Hoteliers unterschätzen die finanziellen Auswirkungen verpasster Anrufe. Rechnen wir nach:

Ein mittelgroßes Hotel mit 60 Zimmern und einer durchschnittlichen Zimmerrate von 95 Euro pro Nacht verpasst täglich 10 Anrufe. Wenn nur 20 Prozent dieser Anrufe potenzielle Buchungen waren und der durchschnittliche Aufenthalt 2,3 Nächte beträgt:

  • 10 verpasste Anrufe × 20 % Buchungspotenzial = 2 verlorene Buchungen pro Tag
  • 2 Buchungen × 2,3 Nächte × 95 Euro = 437 Euro Umsatzverlust pro Tag
  • Auf den Monat: über 13.000 Euro
  • Auf das Jahr: über 159.000 Euro

Selbst wenn man konservativ rechnet und nur die Hälfte ansetzt, ist der Umsatzverlust durch mangelnde Erreichbarkeit für die meisten Hotels fünfstellig pro Jahr.

Indirekte Kosten: Bewertungen und Reputation

Dazu kommen indirekte Kosten, die noch schwerer wiegen:

  • Negative Bewertungen: „Telefonisch nicht erreichbar” ist einer der häufigsten Kritikpunkte auf Google und Booking.com
  • Verlust von Stammgästen: Gäste, die mehrmals nicht durchkommen, wechseln dauerhaft zu einem anderen Hotel
  • Verpasste Upselling-Chancen: Am Telefon lassen sich Upgrades, Dinner-Pakete und Spa-Anwendungen verkaufen – bei einem verpassten Anruf nicht
  • Schlechter erster Eindruck: Für einen Neugast ist der erste Anruf der erste Kontakt mit dem Hotel – und der muss sitzen

5 Maßnahmen für bessere telefonische Erreichbarkeit

1. Erreichbarkeit messen und analysieren

Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, müssen Sie wissen, wo das Problem liegt. Die meisten Telefonanlagen – ob klassisch oder VoIP – bieten Statistiken zu:

  • Anzahl eingehender Anrufe pro Stunde
  • Angenommene vs. verpasste Anrufe
  • Durchschnittliche Wartezeit bis zur Annahme
  • Stoßzeiten und Schwachstellen

Analysieren Sie diese Daten über einen Monat hinweg. Sie werden klare Muster erkennen – und können gezielt Maßnahmen ableiten.

2. Personalplanung an Anrufvolumen anpassen

Die Schichtplanung an der Rezeption sollte sich nicht nur nach Check-in- und Check-out-Zeiten richten, sondern auch nach dem Telefonaufkommen. Wenn die Datenanalyse zeigt, dass montags zwischen 9 und 11 Uhr das höchste Anrufvolumen herrscht, sollte in dieser Zeit eine zweite Person an der Rezeption sein.

In vielen Hotels lässt sich das durch Überlappungszeiten bei den Schichten erreichen – ohne zusätzliches Personal.

3. Telefonische Sprechzeiten abschaffen

Manche Hotels haben feste Telefonzeiten – ein fataler Fehler. Gäste erwarten, dass ein Hotel jederzeit erreichbar ist. Anders als bei einer Arztpraxis oder einem Amt akzeptieren Hotelgäste keine eingeschränkten Telefonzeiten. Wenn Sie zwischen 12 und 14 Uhr nicht ans Telefon gehen, verlieren Sie systematisch Buchungen.

4. KI-Telefonassistent als 24/7-Backup

Die effektivste Maßnahme für eine 100-prozentige Erreichbarkeit ist ein KI-Telefonassistent, der einspringt, wenn die Rezeption nicht abnehmen kann. Agentino für Hotels funktioniert per einfacher Rufumleitung:

  • Die Rezeption nimmt nicht ab → nach 4 Klingelzeichen übernimmt der KI-Assistent
  • Der Assistent meldet sich mit dem Hotelnamen und führt ein professionelles Gespräch
  • Er beantwortet Standardfragen, nimmt Buchungsanfragen auf und erfasst Kontaktdaten
  • Die Rezeption erhält sofort eine strukturierte Zusammenfassung per E-Mail oder App

Besonders wertvoll: Der Assistent ist 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche verfügbar – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Gerade internationale Gäste aus anderen Zeitzonen profitieren davon.

5. Multichannel-Strategie aufbauen

Nicht jede Frage muss telefonisch beantwortet werden. Bieten Sie alternative Kontaktwege an, um das Telefonaufkommen zu entzerren:

  • WhatsApp Business: Ideal für schnelle Fragen wie „Habt ihr morgen noch ein Doppelzimmer frei?”
  • Live-Chat auf der Website: Fängt Anfragen von Website-Besuchern ab, bevor sie zum Telefon greifen
  • E-Mail mit schneller Antwortzeit: Innerhalb von 2 Stunden antworten – dann rufen Gäste nicht nach
  • Social Media: Instagram- und Facebook-Nachrichten zeitnah beantworten

Der Zusammenhang zwischen Erreichbarkeit und Bewertungen

Hotels mit einer Erreichbarkeitsquote über 95 Prozent erhalten im Durchschnitt 0,3 bis 0,5 Sterne bessere Bewertungen auf Google und Booking.com. Das klingt wenig, hat aber erhebliche Auswirkungen: Der Unterschied zwischen 4,3 und 4,8 Sternen kann über den Platz in den Suchergebnissen und damit über tausende Euro Jahresumsatz entscheiden.

Der Grund: Erreichbarkeit signalisiert Professionalität und Gastfreundschaft. Wer vor der Buchung problemlos durchkommt und freundlich beraten wird, erwartet auch vor Ort einen guten Service – und bewertet entsprechend positiv.

Fazit: Erreichbarkeit ist kein Luxus, sondern Pflicht

In der Hotellerie ist telefonische Erreichbarkeit ein kritischer Erfolgsfaktor. Jeder verpasste Anruf ist potenziell eine verlorene Buchung – und ein Gast, der zur Konkurrenz geht. Die gute Nachricht: Mit einer Kombination aus Datenanalyse, optimierter Personalplanung und einem KI-Telefonassistenten als Backup lässt sich die Erreichbarkeit auf nahezu 100 Prozent steigern.

Das Investment ist minimal im Vergleich zum potenziellen Umsatzverlust. Ein KI-Telefonassistent kostet ab 59 Euro im Monat – eine einzige gewonnene Buchung pro Monat macht das bereits mehr als wett.

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Themen

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